An diesen Tagen wird immer wieder erwähnt, dass die katholischen Malankaren seit nunmehr über 50 Jahre in Deutschland sind. Darauf wurde zunächst von einigen Personen der ersten Stunde selbst aufmerksam gemacht, und zwar beim Empfang für den neuen Kardinal, Mar Cleemis Catholicos, im November 2013 in Deutschland. Seitdem war die Leitung der malankarischen Gemeinde, an erster Stelle in der Person des Seelsorgers Pfarrer Santhosh Thomas Koikal, bemüht, diese Tatsache gebührend zu würdigen. Dies geschah am 27. September 2014 in Krefeld im Rahmen des “Reunion Day“, der unter dem Motto “50 Jahre katholische Malankaren in Deutschland“ stand. Diejenigen, die diese 50 Jahre mit dabei waren, erhielten Ehrenurkunden signiert vom Kardinal Mar Cleemis.

Es fing alles mit der Entsendung der Seminaristen aus den Diözesen Trivandrum und Thiruvalla zum Theologiestudium nach Königstein/Taunus in der Nähe von Frankfurt an. Zunächst kamen Thomas Elavunkal und der Autor dieses Beitrages aus Thiruvalla im Juni 1963, gefolgt von Joseph Thadathil und Thomas Padiyamkulam aus Trivandrum sowie später John Varghese Easwarankudiyil und Mathew Karawatt, wiederum aus Thiruvalla. Leelamma aus Mallappally aus der Diözese Thiruvalla war die erste Malankarin in Deutschland. Sie kam bereits 1962 nach Stettfeld bei Bruchsal und verstarb nach zwei Jahren an Meningitis.

Der Beginn der engen Beziehungen zwischen der malankarischen und der deutschen Kirche geht auf die Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils zurück, wo Erzbischof Mar Gregorios und Bischof Mar Athanasios Mitglieder des deutschen Episkopats und einige deutsche Priester, die in Rom studierten, kennengelernt hatten. Auf ihre Einladungen hin besuchten sie deutsche Kirchengemeinden. Es muss hier betont werden, dass Father Thomas Pathiparampil, der auch damals in Rom studierte, eine wesentliche Rolle hierbei gespielt hat. Die Teilnahme von Mar Gregorios am Eucharistischen Weltkongress in München im Jahre 1960 bildete einen Meilenstein in den beiderseitigen Beziehungen. Die Bekanntschaft mit Prof. Adolf Hampel und dem späteren Weihbischof Dr. Kindermann war ursächlich für die Entsendung der Theologiestudenten nach Königstein.

Von noch weitreichender Konsequenz war die Bekanntschaft mit Pfarrer Debatin aus Stettfeld. Nach gemeinsamen Überlegungen enstand ein Projekt der Kirche, mehrere hundert – einige schätzen 500 – junge Mädchen zur Krankenpflegeausbildung in die Bundesrepublik Deutschland zu schicken. Sie wurden nach Vorbereitungskursen in Indien, in Gruppen nach Deutschland an 15 verschiedene Orte geschickt, vorwiegend mit Universitätskliniken und Landeskrankenhäusern. Diese Orte waren Wiesloch, Winnenden, Weinsberg bei Heilbronn, Achern in der Nähe von Karlsruhe, Tübingen, Emmendingen, Heidelberg, Zwiefalten, Rheichenau / Bodensee, Rottweil-Rottenmünster, Bonn-Venusberg  (2 Gruppen), Krefeld, Neuess, Gelsenkirchen und Ibbenbüren.

In den späteren Jahren sind aus Privatinitiative etwa 50 Krankenpflegeschülerinnen nachgerückt, hauptsächlich in St. Katharinen- und Maingau-Krankenhäuser in Frankfurt am Main und in die Rheinisch-Orthopädische Landesklinik in Süchteln bei Viersen.

 

Die ersten Gruppen haben grosse Entbehrungen zu erleiden gehabt. Das Vermissen von Eltern, Geschwistern und Freunden ist ihnen schwer gefallen, vor allem fehlte das indische Essen. Sprach- und Integrationsprobleme kamen hinzu. Sie wurden aber nicht alleingelassen. Von vornherein war ihre soziale und pastorale Betreuung organisiert. Sie wurden von Sozialarbeiterinnen und von Ortsgeistlichen betreut. Während des Konzils waren unsere Bischöfe öfters in Deutschland. Sie, vor allem Mar Athanasios, besuchten alle Gruppen und zelebrierten die Eucharistie für sie. Indische Priester, die in Rom studierten, haben sie auch regelmässig besucht. Neben der gemeinsamen Eucharistiefeier wurde die Gelegenheit zur Beichte in der Muttersprache Malayalam dankbar angenommen. Hier wären Pater Ignatius Thangalathil OIC, Father Joseph Gnayalloor, Pater John Berchmans OIC, Father Makil und Father Lorenz (später Mar Aphrem) besonders zu erwähnen.

Das erste Auto für die pastorale und soziale Arbeit für die Malankaren wurde 1970 mit einem Darlehen von Father Cyrill OIC, dem späteren Erzbischof und Catholicos Mar Baselios, angeschaft.

Nach der Beendigung der Krankenpflegeausbildung gingen einige nach Indien zurück, einige wiederun wanderten in die USA aus, die Mehrheit von ihnen blieb jedoch in Deutschland. Sie gründeten Familien, in den meisten Fällen heirateten sie in Indien. Es folgte eine Zeit der Trennung und Tränen, weil es große Probleme bei der Familienzusammenführung gab.

Das Gruppenleben war natürlich beendet und sie zerstreuten sich bundesweit. Die Seelsorge wurde weiterhin durch besuchende Bischöfe und Priester gewährleistet. Liturgie und Spiritualität der Ostkirche waren für die malankarische Gemeinschaft in der Fremde von großer Bedeutung. Es wurden die Sakramente der Trauung, der Taufe und auch der Priesterweihe gespendet. Traurig aber wahr: Einige Mitglieder wurden auch zu Grabe getragen.

Die ersten malankarischen Ordensschwestern kamen nach Betzdorf bei Siegen. Sie waren vom Orden der Nachfolge Christi, SIC. Später waren die SIC Schwestern in Stuttgart und Mannheim, die DM Sisters (Daughters of Mary) in Todtmoos, die Vinzentinerinnen-Schwestern in Heppenheim und Fulda und die Heilig-Geist-Schwestern in Mammolshain bei Königstein/Taunus. Inzwischen sind die Schwestern aus unterschiedlichen Ordensgemeinschaften bundesweit an mehreren Orten vetrtreten. Die malankarischen  Priester, insbesondere OIC Fathers, stehen im pastoralen Diensten mehrerer deutscher Bistümer. Es gibt auch Theologiestudenten in den Bistümern Limburg und Augsburg.

In den achtziger Jahren fingen die malankarischen Gläübigen an, sich selbst zu organisieren. So wurde ein Zentralkomitee gebildet, das fortan Gottesdienste an zentralen Orten, vorwiegend in Frankfurt und Bonn organisierte. Es wurde auch eine Seminarreihe in Wittlig bei Trier in Angriff genommen. Die Malankaren waren gut integriert und engagierten sich in den jeweiligen deutschen Pfarrgemeinden. Trotzdem war der Wunsch, eigene malankarische Seelsorger eingesetzt zu bekommen, stark. So sind die Malankaren in den 80er Jahren mit der Deutschen Bischofskonferenz und mit dem malankarischen Episkopat in einen Dialog getreten, um dieses Ziel zu erreichen. Hier wären insbesondere Johannes Joachim Kardinal Degenhardt von Paderborn, Weihbischof Pieschl von Limburg und Erzbischof Mar Gregorios von Trivandrum, der damals Vorsitzender der indischen Bischofskonferez war, zu erwähnen. Auf Anordnung der Deutschen Bischofskonferenz hat dann die zuständige Stelle für die Ausländerseelsorge in Bonn eine halbe Stelle für einen malakarischen Seelsorger genehmigt. Da die Stelle zunächst nicht besetzt werden konnte, hat die malankarische Hierarchie Pfarrer John Varghese Easwarankudiyil zum Koordinator ernannt. Später folgten die Apostolischen Visitatoren Mar Cleemis, Mar Thomas und jetzt Mar Eusebius. Die malankarische Gemeinschaft ist den vielen Priesterstudenten, insbesondere Pater Vijayanath OIC, für die seelsorglichen Dienste in den Jahren der Vakanz zu Dank verpflichtet.

Was als eine Gemeinde mit einem gewählten Zentralkomitee anfing und später in einem Südteil mit Frankfurt als Sitz und Nordteil mit Bonn als Sitz zwischenzeitlich organisiert war, ist heute in fünf Einheiten unterteilt. Diese sind: Bonn/Köln, Heidelberg/Stuttgart, Krefeld, Herne/Dortmund und Frankfurt/Mainz.

Es ist sehr erfreulich, dass inzwischen Father Santosh Thomas Koikal als offizieller malankarischer Seelsorger eingesetzt worden ist. Wir können ihm nur gute Hand bei der Erledigung seiner schweren Aufgaben wünschen. Dabei wollen wir auch den zuständigen Stellen der deutschen Kirche und den zahlreichen Ortspfarrern für die bisherige großzügige Hilfe und Unterstützung danken. Ebenso verdienen die ehrenamtlichen Helfer und Unterstützer aus der malankarischen Gemeinschaft Lob und Anerkennung.

Wir sollten es nicht verkennen, wieviel Interesse und Engagement die deutschen Katholiken dem malankarischen Anliegen entgegenbrachten. Im Laufe der Entwicklung der gegenseitigen Beziehungen, haben unzählige deutsche Theologen, Pfarrer, Klöster und Kirchengemeinden lebendigen Kontakt zur Malankarischen Kirche aufgebaut. Sie haben sich über die „Reunion“-Bewegung informiert sowie großes Interesse und Sympathie bekundet. Mar Ivanios und später Mar Gregorios war unter ihnen ein Begriff. Ihre Nachfolger im Bischofsamt wurden ebenso akzeptiert und verehrt. Die deutsche Kirche hat die Probleme der “jungen“ Kirche in Indien und ihrer Gläubigen erkannt und viele Hilfsprojekte initiiert. Leider geschah dies ohne Koordination und gemeinsame Zielsetzung. Trotzdem muss man die Unterstützung der deutschen Katholiken für die malankarische Bewegung hoch anerkennen.

In diesem Zusammenhang müssen wir einige wichtige Institutionen und Persönlichkeiten nennen: Die Hilfswerke Misereor und Mission in Aachen und „Kirche in Not“ in Königstein/Taunus haben viele wertvolle Projekte der Malankarischen Kirche finanziell unterstützt. Malankarische Theologie und Liturgie wurden von der Catholica Unio in Würzburg und vom Johann-Adam-Möhler-Institut in Paderborn, in der Person von Johannes Madey, gefördert. Gute Beziehungen bestanden zu den deutschen Bistümern Limburg, Paderborn, Köln, Mainz, München, Aachen,Münster und Rottenburg. Selbstverständlich waren die Oberhirten dieser Diözesen auch Ansprechpartner, wenn es um das Anliegen der Malankarischen Kirche ging.  Besondere Erwähnung verdienen die Kölner Kardinäle Frings († 1969), Höffner († 1978)  Joachim Meisner, die Weihbischöfe Koch und Asgar Puff, Kardinal Julius Döpfner, († 1976) und Kardinal Reinhard Marx vom Erzbistum München, Kardinal Degenhardt,(† 2002) Erzbischof Hanz-Josef Becker und Weihbischof Manfred Grothe vom Erzbistum Paderborn, Kardinal Lehmann und Weihbischof Guballa († 2012) aus Mainz, Bischof Kamphaus und Franz Peter und die Weihbischöfe Pieschel und  Thomas Loehr vom Bistum Limburg, Bischof Walter Kasper (später Kurienkardinal im Vatikan) und Bischof Dr,Gebhard Fürst aus dem Bistum Rottenburg-Stuttgart und Bischof Klaus Hemmerle, († 1994) Bischof Heinrich Mussinghoff vom Bistum Aachen, Bischof Reinhard Lettmann und Bischof Felix Genn aus dem Bistum Münster sowie Erzbischof Robert Zollitsch und Erbischof Stefan Burger vom Erzbistum Freiburg.

Die Weiterentwicklung der Malankarischen Kirche und die damit verbundene Entstehung neuer Diözesen haben dazu geführt, dass die Beziehungen nunmehr auf individueller Basis zu den einzelnen Bischöfen gerichtet sind.   

Es ist sehr erfreulich, dass einige aus der kleinen Gemeinschaft der Malankaren in Deutschland im Laufe der Zeit es geschafft haben, führende Positionen in der Gesellschaft einzunehmen und erfolgreiche Unternehmungen zustande zu bringen. Einer von uns hat eine Ayurveda-Klinik mit Hotel aufgebaut, ein anderer war in der Pharma-Forschung bei Sanofi-Aventis (früher Höchst AG) tätig. Einige haben ambulante Pflegestationen unter sich gehabt, einer hat sich in der Medienarbeit hervorgetan. Die Malankaren sind in der Vereins- und Verbandsarbeit für die Inder in Deutschland an vorderster Front. Die Angehörigen der zweiten Generation haben qualifizierte Berufe ergriffen, arbeiten u.a. bei der Stadtverwaltung Frankfurt am Main. Einige sind in der medizinischen Forschung tätig, eine hat es bis zur Privatdozentin gebracht. Es kann ohne Übertreibung gesagt werden, dass Angehörige der katholischen Malankaren ernstzunehmende Gesprächspartner für Kirche, Wirtschaft, Politik und Medien in Deutschland geworden sind.

Ersten offizieller  Gottesdienst im Malankarischen Ritus: 1961 in der Kapelle des Universitäts klinikums Frankfurt und dann gelegentlich Gottesdienste in den Kapellen der Krankenhäuser, insbesondere im St. Katharinen Krankenhaus in Sekbach. Später wurde die Kapelle der Katholischen Hochschul Gemeinde im Alfred Delp Haus in der Beethoven Straße. Im Laufe der Zeit wurde die St.Elizabeth Kirche im Westend zum regelmäßigen Treffpunkt für Gottesdienste und Begegnungen.

 

  • Eine dem heimatlichen, Ritus gemäße, pastorale Betreuung dieser Gemeinschaft war damals leider nicht geregelt.
  • Für die Koordinierung der pastoralen Betreuung der Syro Malankaren in Deutschland wurde im Jahr 1996 nebenberuflich Pfarrer John Varghese Easwarankudiyil (hauptberuflich war er als Pfarrvikar in einer deutschen Katholischen Gemeinde tätig)  vom damaligen Oberhaupt der Syro Malankarisch-katholischen Kirche Erzbischof Most Rev. Dr. Cyril Mar Baselios beauftragt. Sein Versuch die Gruppen aus verschiedenen Orten in Deutschland zusammen zu bringen war zum größten Teil erfolgreich.  
  • Über hundert Ordenschwestern der Syro-Malankarischen Kirche sind auch in verschiedenen karitativen Einrichtungen der deutschen Kirche tätig. Nun eine Auflistung der Orte, wo die Schwestern ansässig sind:
  1. Stuttgart   2. Mannheim  3. Buchen-Waldhausen  4. Recklinghausen  

5.Neckarsulm  6. Deggingen   7. Stadtlohn    8. Dülmen-Rorup  9. Mühlacker 

  1. Zweibrücken 11. Dortmund 12. Peißenberg 13. Nesselwang
  2. Neusäss 15. Königstein-Mammolshain   16. Frankfurt am Main 
  3. Düsseldorf 18. Neckarsulm 19. Augusburg 20 Horb 21. Ulm
  • Mit der großartigen Unterstützung der Deutschen Bischofskonferenz und der Ortsgemeinden entstanden fünf Zentren in Deutschland für die Syro-Malankarischen Katholiken mit jeweils einem „Parish Council“ (ähnlich wie Pfarrgemeinderat). Es sind insgesamt 300 Familien.

1). Bonn /Köln (St.Thomas Syro-Malankara Gemeinde)-

     Mechernich/Leichlingen /Zweibrücken : ca. 70 Familien  

2). Frankfurt/Mainz ( St. Joseph Syro-Malankara Gemeinde) -             

    Wiesbaden/Limburg/Hanau/Offenbach/Fulda: ca. 70  Familien                                                                                                                                                                       

3). Heidelberg/Stuttgart  (St.PeterSyro-Malankara Gemeinde)            

      Mannheim/Baden Baden/ Karlsruhe/Eichstätt /Tübingen:   ca. 50 Familien

4).Herne/Dortmund (St.John Chrysostom Syro-Malankara Gemeinde)-       

      Bochum/Münster/Recklinghausen/Berlin/Osnabrück:  ca. 50 Familien

5). Krefeld/ Düsseldorf (St. Marien Syro-Malankara Gemeinde)-         

     Mönchengladbach/Neuss/Viersen/Duisburg /Essen/Hilden:  ca. 60 Familien

 

  • Von 2001 bis 2003 war Herr Weihbischof Dr. Isaac Mar Cleemis (jetziger Baselios Kardinal Cleemis Katholikos) der Apostolische Visitator und Administrator der Syro-Malankaren im Bereich N. Amerika und Europa.
  • Von 2005 gibt es ein zentrales Organ „ Pastoral Council“ (Pastoralrat) mit 32 Mitgliedern.
  • Seit 2005 bis März 2010 war Herr Weihbischof Dr. Joseph Mar Thomas der Apostolische Visitator und Administrator unseres Ritus im Bereich N. Amerika und Europa mit Hauptwohnsitz in New York, Amerika.
  • Seit September 2010 ist S.E.Bischof Dr.Thomas Mar Eusebius der neue Bischof der syro-malankarische katholischen Exarchat USA und gleichzeitig Apostolischer Visitator und Administrator für Kanada und Europa.                                                                                                                                                                                                   
  • Im Jahr 2007 wurden Verhandlungen mit der Deutschen Bischofskonferenz über die Einstellung eines malankarischen Priesters für die pastorale Betreuung der Syro Malankaren in Deutschland, gemeinsam durch den Großerzbischof-Catholicos der Syro-Malankarisch-Katholischen Kirche E. Moran Mor Baselios Cleemis von Trivandrum, Kerala, Indien und des Pastoralrat der Syro Malankarischen Katholiken in Deutschland durchgeführt .
  • Seit September 2007 gewährt die Diözese Mainz (organisiert durch die Deutsche Bischofskonferenz) ein Stipendium für einen malankarischen Priester zum Studium in Deutschland, und nach Maßgabe der DBK ist das Stipendium an die Voraussetzung gekoppelt, dass der Priester die pastorale Betreuung der Syro Malankaren in Deutschland fortführt.
  • Herr Pfarrer Santhosh Thomas (Koickal), ein Priester aus der Großerzdiözese Trivandrum, Indien wurde von Herrn Großerzbischof als Koordinator und Seelsorger der Syro-malankaren nach Deutschland bestellt (Vorschlag von der Heiligen Synode der Syro-Malankararischen Kirche), und er befindet sich seit Ende August 2007 in Deutschland. 
  • Santhosh Thomas studiert an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt und unterstützt außerdem den Apostolischen Visitator S.E.Bishop Dr. Thomas Mar Eusebius, um die Seelsorge der Syro Malankarischen Katholiken im gesamten Deutschland zu organisieren und fortzuführen.
  • Seit Oktober 2007 gibt es mindestens einmal im Monat Gottesdienste nach syro-malankarischen Ritus in allen 5 Zentren in Deutschland und nach Bedarf an Orten, wo die Ordenschwestern ansässig sind.
  • Seit Oktober 2011 finden die regelmäßigen Gottesdienste der Syro-Malankarischen Gemeinde Frankfurt in der Herz-Jesu Kirche in Frankfurt-Eckenheim statt. Davor war das in der St. Elisabeth Kirche in Ffm-Bockenheim.
  • Mit Wirkung vom 01.September 2009 hatte der H. Kardinal Joachim Meisner, der Erzbischof von Köln, Herr Pfr.Santhosh Thomas gemäß der „ Instructio de Pastorali Migratorum Cura“ vom 22.08.1969 und im Einvernehmen mit dem Heimatbischof sowie dem Nationaldirektor der Ausländerseelsorge mit der Seelsorge an den Indischen Syro-Malankarischen Katholiken im Erzbistum Köln beauftragt.
  • Seit 1.Januar 2012 wurde durch S. E. Dr.Franz-Peter Tebartz-van Elst, den Bischof von Limburg, die Gemeinde ( missio sine Cura animarum) als Ka- tholiken anderer Muttersprache in den neu errichteten Pastoral Raum „ Frankfurt-Nordost“ eingegliedert.